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Nikos Ksilouris

Nikos Ksilouris war einer der einflussreichsten griechischen Sänger und Komponisten. Seine markante Stimme macht den Sänger Nikos Ksilouris unverwechselbar und unvergesslich. Er war Repräsentant der demokratischen Bewegung, die im Jahre 1974 die diktatorische Junta in Griechenland stürzte. Seine Geschwister sind die ebenfalls sehr bekannten Sänger Αντώνης Ξυλούρης (Ψαραντώνης) und Γιάννης Ξυλούρης (Ψαρογιάννης) .

Ksilouris (griechisch: Νίκος Ξυλούρης) wurde 1936 in dem griechischen Dorf Anogia in der Region Rethymno auf Kreta geboren. Auf dem Bild ist sein Geburtshaus in Anogia zu sehen.

 

Im Alter von 5 Jahren war die Familie von Nikos Ksilouris aufgrund des zweiten Weltkrieges gezwungen ihr Heimdorf zu verlassen. Das Dorf Anogia wurde von den Deutschen vollständig niedergebrannt. Heute befindet sich ein Denkmal in dem Dorf auf dem der damaligen Befehl des deutschen Kommandanten geschrieben steht.

 

Ksilouris und seine Familie warteten in der Provinz Mylopotamos das Ende des Krieges ab.

Nikos Ksilouris begann sehr früh sich mit kretischer Volksmusik zu beschäftigen und bekam mit zwölf Jahren von seinem Vater seine erste Lyra geschenkt. Bereits in sehr jungen Jahren trat er auf Hochzeiten und Volksfesten auf. Mit 17 Jahren entschied er sich in die Hauptstadt Kretas (Heraklion) umzuziehen und fand dort Arbeit in einer Musikgaststätte. Zu dieser Zeit war jedoch die europäische Musik der herrschende Trend weshalb Ksilouris, der sich der griechischen Tradition verschrieben hatte, vorerst erfolglos blieb und mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte.

Ksilouris hörte jedoch nicht auf mit der traditionellen kretischen Volksmusik. Schließlich wurde er zumindest in Kreta bekannt und nahm 1958 seine erste Platte ("Μια μαυροφόρα που περνά") auf. Im selben Jahr heiratete Ksilouris und bekam zwei Jahre darauf einen Sohn.

1966 trat Ksilouris mit einem auf der Lyra gespielten Syrtaki bei dem San-Remo-Festival auf und gewann den ersten Preis in der Kategorie Volksmusik. Ein Jahr später eröffnete Ksilouris seine erste eigene Musiktaverne mit dem Namen "Κέντρο Ερωτόκριτος" in Heraklion.

Im Jahr 1969 nahm Ksilouris eine weitere Platte namens „Anyfantou“ auf.  Diese Platte wurde ein großer Erfolg und besiegelte Ksilouris Durchbruch. Er zog daraufhin nach Athen und gab viele Konzerte. Dort lernte er auch den Textschreiber Errikos Thalassinos und den a Komponisten und Sänger Giannis Markopoulos kennen. Mit diesen arbeitere er sehr erfolgreich zusammmen und wurde schließlich in Griechenland und darüber hinaus sehr bekannt.

Am 17. November 1973 trat er bei der Revolte der Studenten im Polytechnikum Athens auf. Die Hochschule war von Panzern der Junta umstellt, als Ksilouris seine Lyra ergriff und das alte kretische Freiheitslied Pote tha kani Ksasteria" (Link führt zur Übersetzung) sang. Dieses Lied wurde schon von seine Vorfahren als Hymne des kretischen Befreiungskampfes gegen die Osmanen gesungen.

 

Seitdem wurde Ksilouris auch als ein Volksheld gesehen. 1975 vertonte er zusammen mit anderen Künstlern Gedichte des weltbekannten griechischen Lyrikers Giannis Ritsos.

Im Jahr 1980 starb Nkios Ksilouris im Alter von gerade einmal 43 Jahren an Krebs. Ihm zu Ehren wird jedes Jahr in der ersten Woche im Juli ein großes Volksmusikfest in seiner Geburtstadt veranstaltet.

Seine Schwester hat im Geburtshaus Nikos Ksilouris' heute in kleines Museum eingerichtet. Auf diesem Bild ist seine Schwester in seinem Geburtshaus zu sehen.

 

Hier nun einige Live-Ausschnitte von Nikos Ksilouris. Für eine Liste der übersetzte Songtexte der Lieder von Nikos Ksilouris klicken Sie hier.

Itane Mia Fora

 

Evale O Theos Simadi

 

Xilia Miria Kimata